1. Jugend – Wanderfahrt seit langem

Man kann ja nicht immer Rennruderer sein. Vor allem wenn keine Regatten stattfinden, dachten wir, könnte man auch mal was Anderes machen. Deshalb sind wir mit 11 Kindern und Jugendlichen und 3 Erwachsenen ins bis dato wenig C – verseuchte niedersächsische Umland gefahren und wurden dort, spätestens nachdem man unser Autokennzeichen dann endlich explizit Bremerhaven zugeordnet hatte, auch bereitwillig aufgenommen.

WC haben wir unsere ohnehin schon bestehenden Regeln insofern verschärft: Wir bildeten Untergruppen, solche, die keine Regel trennen kann, weil sie ohnehin aus einem Haushalt kommen oder einfach unzertrennlich sind. Innerhalb derer durfte der Mindestabstand unterschritten werden und die schliefen auch zusammen in einem Raum. Alle anderen hielten ständig Abstand, und nach den neuen Regeln des DRV sollten alle beim Tragen der Boote und am Steuer auch Mund-Nase-Schutz tragen, was weitestgehend eingehalten wurde.

Unsere Gastgeber, zu denen ich gleich komme, hatten 1. ihre eigene Regeln und überließen uns 2. so viel Schlaf- und Essraum,  dass wir  dort regelkonform unterkommen konnten.

Doch nun zum Sport: Für die meisten war es das erste Mal, weshalb die Etappen kurz gewählt wurden. Schließlich gab es auch viel zu lernen, z.B. Schleusen,  Passieren von Engstellen, Ein- und Aussteigen in der Pampa,  Steuern und korrekte Kommandos zu geben.

Wir wurden durch das Tidesperrwerk auf die obere Geeste geschleust und kamen über den Geeste-Bederkesa-Kanal nach Lintig, wo wir die Automatik der Schleuse nutzen konnten. Der Landdienst war anwesend, griff aber nicht ein. Nach weiteren 3 km war Bederkesa erreicht, dort wurden die Boote am Wassersportverein abgelegt.

Im Schullandheim in Bederkesa wurden wir sehr freundlich aufgenommen. Es gab in den Blockhütten einen Schlafraum für jede Gruppe, einen riesigen Speisesaal, alles war für das Grillen vorbereitet, Salate ohne Ende, ein Lagerfeuer und diverse Sport- und Spielmöglichkeiten auf riesigem Terrain.

Am nächsten Tag ruderten wir über den Hadelner Kanal nach Otterndorf. Abgesehen davon, dass Andrea uns auf den ersten 16 km begleitete, verlief diese Tour relativ unspektakulär. Rast und Mannschaftswechsel machten wir nahe Odisheim.

Die beiden folgenden Nächte waren wir im Bootshaus des TSV Otterndorf untergebracht. Auch dort gab es viel Platz für uns, eine auf deutlich größere Teams eingerichtete Kombüse, Martin als Telefonjoker half bei der Bewältigung der Heizung und Torsten war sogar persönlich anwesend, um den eigentlich gar nicht möglichen Schleusenvorgang auf die Medem zu überwachen.

Anders als an den beiden Vortagen regnete es am dritten und letzten Rudertag mal etwas und mal etwas mehr und ziemlich kühl. Deswegen beschränkten wir uns darauf, nach Neuenkirchen zu fahren. Trotz des Wetters genossen wir die Fahrt auf der schmalen und Kurvenreichen Medem und die Ortsdurchfahrt in Otterndorf. Und als wir abends die Boote abriggerten und verluden, war es dann auch schon wieder trocken.

Wir danken Holger fürs Abholen, den „Ottis“ für Aufnahme und Unterstützung, dem WSV Bederkesa, dass er uns dazu brachte, die wunderbare Alternative Schullandheim Bederkesa kennenzulernen, und allen Beteiligten, dass sie so respektvoll und kameradschaftlich miteinander umgingen, dass wir es nie bereuen mussten, die Fahrt TC durchgeführt zu haben.

Selbstverständlich haben sich danach alle die Hände gewaschen.

Und auch sonst hatten wir mindestens soviel Spaß wie Regeln.

42. Alt-Herren-Wanderfahrt

Mitte September fand die 42. Alt-Herren-Wanderfahrt statt. 7 Ruderkameraden machten sich auf den Weg zur Mecklenburgischen Seenplatte.

Dort wurde auf der Elde über Kuppentin, Neuburg, Garwitz, Hechtsforthschleuse nach Neu Kaliß gerudert. In Garwitz gab es noch eine Stadtführung durch die wunderschöne Altstadt.

Nach einer wunderschönen Woche bei bestem Wetter ging es dann wieder zurück nach Bremerhaven.

Vielen Dank an Klaus Mauer für die sehr gute Vorbereitung und Organisation der Fahrt.

 

Und plötzlich ist doch noch Regatta

Was ist bemerkenswerter?

Dass bis zu 10 Kinder und ihre Trainer, Übungsleiter und Mamas und Papas trotz Corona und trotz Brandschaden 7 Monate lang unbeirrt weitertrainieren, obwohl immer klarer wird, dass in diesem Jahr keine Medaillen mehr zu errudern sein werden?

Oder dass sich plötzlich doch noch eine Schar Landestrainer und ein Organisator Christian zusammentun, um eine Corona-taugliche Regatta durchzuführen?

Mit dem geboten Abstand und einer großen Portion Gelassenheit und Flexibilität wurde DIE Kinderregatta in 2020 in Ratzeburg durchgeführt. Am Tag der Deutschen Einheit hätten noch mehr Vereine aus Schleswig – Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen teilnehmen können. 12  Schleswig-Holsteinische, 6 Hamburger und 2 Bremer Vereine trauten sich. Wir waren mit 5 Kindern dabei. Vielen Dank  an Kathrin aus Vegesack und Thomas vom LRV, dass Ihr uns überredet habt.

Erste Plätze errangen Bo im Einer 13 Jahre Lgw., Noah und Oscar im Zweier 12/13 Jahre Lgw. und Lucy im Einer (12 und) 13 Jahre. Philipp startete im Einer 14 Jahre.

DRJ beim Coastal Rowing

Am vergangenen Wochenende war der Vorstand der Deutschen Ruderjugend bei uns vor Ort, um sich im Coastal Rowing zu probieren. Bei besten Bedingungen ging es ans Strandbad der Weser, von wo aus es in die Wellen ging. Vielen Dank an die Deutsche Ruderjugend für die Bilder und die Zusage, den Besuch bald zu wiederholen.

Wir brennen für unseren Sport

Am Wochenende haben uns Luise Reusch und Dorothee Honnen zusammen mit ihrem Trainer Peter Lange erfolgreich bei der Junioren-Ranglisten-Regatta in Hamburg-Allermöhe vertreten.
Nach den Vorläufen am Samstag konnte sich Dorothee für das D-Finale und Luise für das A-Finale am Sonntag qualifizieren.
Gegen eine starke Konkurrenz erkämpfte sich Dorothee dann den 5. Platz in Ihrem Finale.
Luise belegte in ihrem Finale ebenfalls den 6. Platz und qualifizierte sich dadurch für den Juniorinnen Doppelvierer für die EM.
Wir gratulieren unseren beiden Sportlerinnen und  ihrem Trainer zu dieser hervorragenden Leistung.
Vor dem Hintergrund, dass unser Bootshaus vor zwei Wochen durch einen Großbrand zerstört wurde und hierdurch das Training gerade in einer wichtigen Phase unterbrochen wurde, ist die erzielte Leistung ausserordentlich. Denn beide Sportler und ihr Trainer haben ebenso wie viele andere Mitglieder in den letzten Wochen unermüdlich mit angepackt, um den Ruderbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Wir würden uns freuen, wenn sie uns mit Spenden unterstützen, um das Bootshaus wieder aufbauen zu können und damit nicht zuletzt unseren jungen Ruderern wieder einen Ort geben können um den schönsten Sport ausüben zu können. Auch wenn wir versichert sind, wird es dennoch eine finanzielle Herausforderung, das Haus den heutigen Vorgaben und Bestimmungen entsprechend wieder aufzubauen. Konto IBAN: DE85 2925 0000 0001 1047 05

 

Großbrand im Ruderverein Update

Nachdem wir unsere Mitglieder per eMail über die aktuelle Lage des Vereins informiert haben, wollen wir das auch hier tun.

Am Montag, dem 17.08.2020 kam es gegen 05:30 Uhr zu einem Brand im Bereich des großen Saals. Das Feuer hat große Teile der Gastronomie zerstört. Durch Rauchgase und Löschwasserschaden sind die Umkleiden auch zerstört worden. Eine weitere Ausbreitung des Feuers konnte aber durch die Feuerwehr verhindert werden. Wichtige Unterlagen sowie der überwiegende Teil unseres Bootsbestand mit Zubehör konnten gerettet werden.

Die Brandermittlungen vor Ort sind abgeschlossen, werden aber noch ausgewertet. Die Brandursache ist noch nicht abschließend ermittelt worden.

Durch einen Brandsanierer wird das Gebäude nun von den Brandrückständen befreit, um es einer Sanierung zuführen zu können.

Die Bootshallen können inzwischen wieder, leider nicht im vollem Umfang, durch den Verein genutzt werden. Die Beseitigung der Brandschäden und die damit einhergehende Verwandlung des Vereins in eine Baustelle schränken den Ruderbetrieb leider massiv ein.

Wir würden uns freuen, wenn sie uns mit Spenden unterstützen, um das Vereinshaus wieder aufbauen zu können und damit nicht zuletzt unseren jungen Ruderern wieder einen Ort geben können um den schönsten Sport ausüben zu können. Konto IBAN: DE85 2925 0000 0001 1047 05

Ein tolles Team

Herzlichen Dank allen Helfern aus Otterndorf, Bremen und vom Bremerhavener Ruderverein sowie den Ausstattern von Fast-Sports und der Ruderwerkstatt, die es uns ermöglicht haben, diese Coastal Regatta durchzuführen.

Beispielhaft einige Helfer – Bilder:

Großbrand im Ruderverein

Bei uns im Verein ist es zu einem Großbrand gekommen. Es ist uns möglich gewesen, ein Großteil des Materials zu sichern. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Zu den Brandursachen können wir keine Angaben machen. Die Coastal Regatta FINDET STATT. Wir werden euch informieren, wie ihr uns unterstützen könnt.

Ferienprogramm

Vom 03. bis zum 07.08.2020 veranstalten wir wieder ein Ferienprogramm.

Alles natürlich mit einem Hygienekonzept um die Ausbreitung von Corona zu verhindern.

Jeweils von 14 bis 17:30 Uhr haben Interessierte Kinder ab 9 Jahren die Möglichkeit bei uns zu rudern. Voraussetzung ist ein Schwimmabzeichen in Bronze.

Im Ruderkasten werden die Grundlagen vermittelt und im Mannschaftsboot geht es dann unter Anleitung unserer Übungsleiter und erfahrenen Ruderer auf die Geeste.

Ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Anmeldungen bitte bei Herrn Hencken unter 04743/6835

6 Jahre im Verein meine ersten Kilometer auf der Weser

Mein Name ist Anton Reusch und ich war vor wenigen Wochen das erste Mal auf der Weser, nachdem mir Iris vorgeschlagen hatte, eine Tide Tour mitzumachen, konnte ich nicht nein sagen.  Denn mir hatte sich bislang nie wirklich die Gelegenheit geboten, auf die Weser hinauszufahren, also habe ich ja gesagt. Am nächsten Vormittag saß ich mit Iris in Nordsee (Name eines Bootes) und wir rudern unter der Kennedybrücke durch und ich bekomme ein wenig Muffensausen, die Schlagfrequenz wird immer höher, ich bin nervös, kriege mich aber wieder ein. Kurze Zeit später durfte ich feststellen, dass meine Ängste unbegründet waren und die Weser an diesem Tag so glatt war, dass man mit einen Renneiner ohne Probleme hätte rausfahren können. Während dieser Fahrt habe ich unser Ruderrevier erstmals voll ausgeschöpft und unsere spezielle geografische Position an der gezeitenabhängigen Geeste und Weser, die uns so viele Nachteile wie die Tide bringt, schätzen gelernt. Es war eine schöne Erfahrung, die mir von der Weser aus einem anderen, fantastischen Blickwinkel auf die Stadt ermöglicht hat. Schon zwei Wochen später saß ich wieder in einen Coastalboot auf dem Weg auf die Weser, um für mich immer noch neue Welten zu erleben.